Der Garten Edlingers: Herbert Hacker über triestiner Gastlichkeit im Pan e Giardin

Normalerweise ist die Eröffnung eines Gastgartens eher eine Nebensächlichkeit und bedarf keiner gesonderten Be-schreibung. Im Fall des Pan e Wien ist das anders. Erstens zählt dieser Edelitaliener (geführt von dem Salzburger Thomas Edlinger) in Wien zu den angenehmsten und besten Lokalitäten dieses Genres.

Zweitens ist der diese Woche eröffnete Garten Edlingers praktisch ein eigenständiges Lokal - mit eigenem Namen: Pan e Giardin. Edlinger ist nicht nur ein erfolgreicher Gastronom und höchst talentierter Koch, er ist auch ein ziemlicher Glückspilz. Sein Hausherr, ein überaus großzügiger Mann, hat im Zuge eines Gesamtumbaus des Gebäudes ums Eck vom Pan e Wien ein Prachtexemplar von einem Garten geschaffen. Die Ausstattung ist gediegen - mit Natursteinboden, schönen Gartenmöbeln diversen Edelsträuchern und extra gepflanzten Bäumen.

Architektonisches Gesamtkunstwerk
Da das Pan e Giardin nicht unmittelbar ans Pan e Wien grenzt und deshalb einen eigenen Eingang hat, wurden auch eine separate Küche und Bar installiert - ein architektonisches Gesamtkunstwerk von sympathischer Ästhetik. Während im Pan e Wien einer grandiosen piemontesischen Küche (mit entsprechenden Spitzenweinen aus dieser Region) gefrönt wird, steht das Pan e Giardin im Zeichen Triestiner Gastlichkeit.

Wachtel auf Rosmarinzweig
Wie in den Bars von Triest sollen auch hier eine Menge an typischen Aperitifs serviert werden, dazu Antipasti und gegrillte Fisch- und Fleischspeisen.
Auszug aus der Karte: Vitello tonnato (köstlich!), Octopus-, Schwertfisch- und Hirschcarpaccio, gegrillter Calamar, Branzino mit Blattspinat, Seezungenspieß, halbe Languste mit Artischockencreme, Wachtel auf Rosmarinzweig und Balsamicoschalotten sowie Hühnerleberspieß mit venezianischer Butter. (red.)

Pan e Giardin
1030 Wien, Strohgasse (Ecke Salesianergasse),
Tel.: 01/710 38 70
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 10-22, Sa. 17-22 Uhr