Kabab und Wasserpfeifen: Herbert Hacker testet für FORMAT das persische Lokal Pars

Es ist stets ein gutes Zeichen, wenn etwa in japanischen Lokalen auch Japaner anzutreffen sind. Dieser Umstand lässt auf eine Mindestauthentizität der Küche schließen. Nicht anders bei den Persern. Und so wirkt es auch beruhigend, dass im Restaurant Pars in der Lerchenfelder Straße täglich jede Menge Perser sitzen.

Dem Vernehmen nach gilt das Pars sogar als das beste Restaurant dieser Art. Das Pars ist nicht neu, wird aber seit einiger Zeit vom Juniorchef Shahram Marandi geprägt, der in vielerlei Hinsicht neuen Schwung in den Betrieb gebracht hat. "Das Angebot an landestypischen Spezialitäten", sagen die Perser, "ist jetzt noch größer und noch besser geworden." Zu den Neuheiten zählen Gerichte wie "Djuje Torsch", was einem Nicht-Perser vermutlich noch nicht allzu viel sagen wird. Dabei handelt es sich um Hühnerkeulen, die mit Granatapfelsirup und Limetten mariniert wurden und zusammen mit Basmatireis serviert werden. Oder "Azari Kabab", ein faschiertes Fleisch vom Grill, scharf gewürzt auf Fladenbrot und mit Joghurtsauce garniert.

Besonders köstlich sind im Pars die gegrillten Spezialitäten wie Lammspieß (Sis Kabab), Lammfilet (Barg), Hühnerspieß (Djujekebab) oder faschierter Spieß (Kabab Kubideh), aber auch Gerichte der persischen Hausmannskost wie das sagenhafte "Choreschte Fesendjan", ein Eintopf mit Hühnerfleisch, Nüssen und Zwetschken. Erst vor kurzem wurde die Weinkarte um einige österreichische Spitzenweine erweitert, gleich geblieben ist hingegen das Sortiment an Wasserpfeifen. An so einer zu nuckeln sollte man auf keinen Fall versäumen. (red.)

Pars
Adresse: 1080 Wien, Lerchenfelder Straße 148, Tel.: 01/405 82 45
Öffnungszeiten: Mo bis Sa 11.00 bis 24 Uhr
Preise: Vorspeisen bis 5 Euro, Hauptspeisen bis 16,90 Euro