Nichts Neues im neuen Sacher: Alexander Bachl besuchte für NEWS die neue Rote Bar

"In London Hotels Pamper With Food" las man eben in der "New York Times". Zu Deutsch: In London locken Hotels mit aufregenden Restaurants, Starkoch Gordon Ramsay entsandte seine besten Schüler in Traditionshäuser wie Claridge's, Savoy oder Connaught. In Wien zeigt das Bristol, wie man den Sprung ins 21. Jahrhundert schafft. .

Im Sacher daneben wird seit Jahren von einem zeitgemäßen Restaurant gesprochen. Das Sacher Eck war ein Schritt in diese Richtung. Beim eben erfolgten Umbau war dann von Gastronomie wieder nicht die Rede.

Optische Auffrischung
Die Rote Bar wurde zwar optisch "aufgefrischt", kulinarisch blieb alles beim Alten. Und daran ist nicht viel auszusetzen, außer dass es weiterhin kaum Menschen unter dem Pensionsalter ins Haus locken wird. Aus der Karte: eine klassische Gänselebervariation (E 24,-). "Sautierte Jacobsmuscheln mit Muskatkürbis, Rohschinken & Kernöl" (E 25,-), ordentlich, aber von einem Berg frittierten Dekor-Strohs zugedeckt.

Donauwaller in Kalbskopfkruste mit Erdäpfelkrenschaum (E 28,-), die Kruste dick, schwer und wenig animierend. Bei Fleisch und Desserts ausnahmslos Traditionelles. Nichts Neues im Sacher. Irgendwie schade.

Rote Bar, Wien 1
Philharmonikerstr. 4
Tel. 01/514 56-841
Tägl. 12-23.30 Uhr