Asiatische Oase

In Wien gibt es eine Menge asiatischer Lokale - und es werden immer mehr. Auch in der Wiener Hegelgasse hat ein neuer Asia-Mitbewerber namens Oasia aufgesperrt. Wir haben uns dort genauer umgesehen (und quer durch die Karte gegessen) und sagen Ihnen, ob sich ein Besuch auszahlt - oder nicht.

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Modern, simpel, aber gemütlich: Das Oasia in der Hegelgasse.

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Das Lichtkonzept bietet helle und dunkle Bereiche - je nach Belieben des Gasts.

Das Oasia - der Name ist übrigens ein Wortspiel aus Oase und Asien - liegt in unmittelbarer Nähe des Schwarzenbergplatzes in einem ruhigen Abschnitt der Hegelgasse. Die puristische Außenansicht verrät nur so viel: Hier handelt es sich um keinen neuen 08/15-Asiaten, der mit Standard-Sushi und typischen Wok-Gerichten abcashen will. Auch ein Blick ins Lokal unterstreicht diesen ersten Eindruck. Das Design ist simpel und modern, strahlt aber durch die Farbwahl Wärme aus. Das Lichtkonzept gibt Gästen die Möglichkeit zwischen lauschigem Vorderraum und einem etwas helleren Bereich zu wählen. Auffallend ist die hochwertige Verarbeitung der Einrichtung - die architektonische Umsetzung war definitiv nicht billig. Ergebnis: Ein stilvolles, reduziertes Ambiente mit Wohlfühlcharakter.

Die Räumlichkeiten überzeugen also schon mal. Aber viel wichtiger: wie sieht es mit dem Essen aus? Die Karte bietet einen ausgewählten und intelligent zusammengestellten Mix asiatischer Gerichte, bei dem auch Vegetarier und Scharf-Liebhaber fündig werden. Bekannte Klassiker wie Misosuppe, Gyoza oder Nasi Goreng werden ebenso geboten wie exotischere Kreationen á la Cashew Garnelen Wok, Auberginensalat oder Agedashi Tofu.

Pflicht: Kosten Sie die herrlichen Kushi Yaki (gegrillte Spieße) von Beiried mit Zitronengras bis Lammfleisch mit Tamarindensauce. Ein - nicht nur kulinarisches, sondern auch kommunikatives - Highlight ist außerdem der Lavasteingrill, mit dem man das hochwertige Fleischangebot direkt am Tisch selbst grillen kann. Auf der vollen Länge überzeugt hat uns außerdem der fantastische Yum Mamuang - ein Mangosalat mit geriebenen Erdnüssen und Koriander. Seit unserem Oasia-Besuch versuchen wir, diesen genauso perfekt zu hause nachzukochen - bisher ohne Erfolg. In Sachen Hauptgerichte sollten Sie das Chili Chicken und das Beef Oasia nicht verpassen. Beim Nachspeisen-Angebot hat sich das Oasia an drei asiatisch anmutende Süßspeisen gehalten (Dadar Gulung, Kokosbananen und Matcha Aisu). Preislich bewegt sich das Oasia im gut leistbaren Mittelfeld mit Vorspeisen zwischen 3,50 € und 9,80 €, Hauptspeisen ab 10,80 € und Desserts um 4,80 €.

Fazit: Das Oasia ist alles andere als ein typischer Asiate, wie wir ihn en masse in Wien kennen. Viel mehr ist es ein ausgezeichnetes asiatisches Restaurant mit kulinarischen Ideen, Raffinesse und hervorragenden Zutaten. Vor allem die Fleischauswahl kann sich sehen - und schmecken - lassen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist top, das Personal bemüht und freundlich und auch das Ambiente hat uns überzeugt. Trotz angestrengtem Suchen eines Kritikpunkts konnten wir kein merkliches Manko feststellen. Ganz klar: Wir kommen wieder. Und Sie sollten sich das Oasia ebenfalls nicht entgehen lassen. Wenn wir uns eine kleine Anmerkung erlauben dürfen: Das genaue Rezept für den fabelhaften Mangosalat darf auf keinen Fall ein Geheimnis bleiben. Also wie wär's mit einem Oasia-Kochbuch?

Oasia, Hegelgasse 17, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11:00-24:00
01/952 94 01
http://hegelgasse.oasia-restaurants.at/