UN stoppt ab sofort Kaviar-Exporte: Gour-mets müssen auf Alternativen ausweichen

Wie die New York Times berichtet, ist jetzt von der UN ein weltweites Exportverbot für Kaviar aus den klassischen Ursprungsländern ausgesprochen worden. Diese Hiobsbotschaft für die Gourmets in aller Welt gehört zum letzten Akt einer langen Tragödie. Beständiger Raubbau und illegale Fischerei durch die Länder rund um das Kaspische Meer haben die natürlichen Störbestände nahezu zerstört und die Preise für Kaviar in astronomische Höhen getrieben.

Im vergangenen Jahr exportierten Russland, Kasachstan, Aserbaidschan und der Iran noch 150 Tonnen Sevruga -, Osietra- und Belugakaviar. Wird Kaviar weltweit endgültig zur unerschwinglichen Delikatesse? Wohl nicht, denn es gibt Hoffnung. Sie liegt jedoch nicht in den angestammten Störgewässern. Die Rettung schwimmt in den Zuchtbecken von Caviar Creator, die schon vor Jahren den Zusammenbruch wild lebender Störbestände voraussahen.

Zucht als Alternative
Caviar Creator züchtet den empfindlichen Edelfisch unter Ideal-Bedingungen in modernen Aufzuchtsanlagen und sind in der Lage, die Erträge an erstklassigem Kaviar in den kommenden fünf Jahren auf 400 Tonnen zu steigern. Gleichzeitig werden cirka 10.000 Tonnen Stördelikatessen den scheinbar unstillbaren Bedarf an Edelfischen decken. In Demmin in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland) entsteht derzeit die weltweit größte geschlossene Aquakulturanlage zur Aufzucht von Stören. Allein hier können jährlich 33 Tonnen Kaviar produziert werden. Für den Weltmarkt sind weitere Anlagen in Vorbereitung. (red)