Warum denn eigentlich Franz?: Herbert Hacker fragte für FORMAT beim Malek nach

Warum in aller Welt nennt man ein Lokal einfach Franz? Hat sich etwa die Schuhmanufaktur Humanic, die jahrzehntelang in ihren Werbespots den Namen Franz trommelte, in die Gastronomie verirrt? Nein, Franz heißt das Lokal deshalb, weil es früher unter Schubertstüberl firmierte und Schubert wiederum mit Vornamen Franz hieß. Alles klar? Im Bild: Herbert Malek - Begabter Koch sorgt für das leibliche Wohl im Franz.

Eigentlich müsste das früher vor allem von Touristen frequentierte Schubertstüberl jetzt Malek heißen. Denn der unter Feinschmeckern nicht unbekannte Koch Herbert Malek ist dort seit einiger Zeit die Hauptattraktion. Malek, der schon einige Stationen hinter sich hat (zuletzt Walter Bauer), ist ein hoch begabter Koch mit einem äußerst akzentuierten Kochstil.

Meister der Aromen und Gewürze
Und genau das ist es, was die vom Ambiente her eher wenig aufregende Lokalität so interessant macht. Malek ist ein Meister der Aromen und Gewürze: Mit sicherer Hand und einem ausgeprägten "Bauchgefühl" gelangt er bei seinen Gerichten stets zum richtigen Verhältnis von salzig, bitter und süß. Zum Standardrepertoire zählen etwa saurer Saibling, Rindfleischravioli, Gänseleber gebraten auf cremigem Pastinakenpüree, Rinder-filet im Burgundersaft auf Thymianzwiebel oder Barberie-Entenbrust im Sojasaftl.

"Das Meer im Franz"
Jeden Donnerstag lässt er unter dem Motto "Das Meer im Franz" Gerichte mit Salzwasserfischen auffahren, etwa Pfahlmuschelsuppe mit Kokos und Curry oder Petersfisch in Morchelsauce mit Petersilpüree. Und wer sich nicht nur an die Karte halten will, kann bei Malek persönlich so gelungene Prototypen wie Blutwurst-Cannelloni mit Jakobsmuscheln in einer Hummersauce oder eine Apfeltarte mit Blauschimmelkäse und einer Orangensauce bestellen. Es lohnt sich.

Name: Franz
Adresse: 1010 Wien, Schreyvogelgasse 4-6,
Tel. 01/533 71 87
Öffnungszeiten: Mo.-Sa. 11.30-22.30 Uhr
Preise: Vorspeisen bis 11 Euro
Hauptspeisen bis 23 Euro