Wundersame Art genossen: Herbert Hacker beäugt Kunst und Kulinarik im M-Art

Kunst und Kulinarik, das ist eine beliebte wie gefürchtete Kombination. Meist geht sie buchstäblich ins Auge. Nur ganz selten gelingt die heikle Verquickung von Gaumenfreuden und Augenschmaus.

Doch immer wieder verirren sich Galeristen in die Gastronomie und verweben dann meist auch noch den Begriff "Art" im Lokalnamen. Zu diesen "Art-Genossen" zählt auch das M-Art in Wien nahe der ehemaligen Börse. Der Besitzer, ein Galerist und Apotheker (was für eine schöne Kombination), hat schon vor einiger Zeit seine Galerie in ein Restaurant umfunktioniert. Doch rasenden Erfolg erntete er damit nicht. Trotz Kunst dümpelte das Lokal bloß im Rahmen des Belanglosen.

Gänseleberparfait & Beef Tartare
Seit einigen Wochen versucht nun ein neues Team den kulinarischen Kunstschuppen auf Vordermann zu bringen. Gerhard Heiling, früher im Oswald und Kalb, wurde Restaurantleiter, als Küchenchef konnte ein Mann engagiert werden, der bei einem großen Koch gelernt hat: Günther Preisberger war lange Jahre Souschef von Josef Fadinger, der übrigens ganz in der Nähe sein Restaurant hat. Fadingers Einfluss ist unverkennbar, was der Küche nur gut tut. Auf der Karte stehen Gerichte wie Gänseleberparfait, Beef Tatare, Schaumsuppe vom Spargel, Kalbsbeuscherl, Fischeintopf mit Safranbutter und Desserts wie Schokolademousse mit Strudelteig und Beeren.

Reichhaltige Weinkarte
Nach welchen Kriterien die Weinkarte zusammengestellt wurde, lässt sich nicht eindeutig ausmachen, sie ist jedenfalls reich an völlig unbekannten Winzern, bietet zum Glück aber auch bekannte Namen.Und dann sind da natürlich die vielen bunten Bilderchen an den Wänden, sogar das Kellergeschoß ist voll davon. Das ist halt so mit dieser Art von Lokalen. (red.)
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M-Art
1010 Wien, Börseplatz 3, Tel.: 01/535 98 61
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-1 Uhr, Küche 11-23 Uhr
Preise: Vorspeisen bis 11 Euro
Hauptspeisen bis 16 Euro