Zwiebelsuppe für Ärzte & Schwestern: Für NEWS war Alexander Bachl Gast im "Le Bol"

Version eins des "Le Bol" am Wiener Neuen Markt hat sich als frankophiler City-Treff bestens etabliert. Während man dort nur Baguettes, Schwarzbrot-Tartines, Salate und Kaffee nach französischer Manier in den namensgebenden großen Schalen bekommt, geht die neue Filiale in der Lazarettgasse einen Schritt weiter.

Weil in AKH-Nähe unzählige Ärzte, Schwestern und Studenten aus den umliegenden Kliniken schnelle Mahlzeiten benötigen, wird auch warm gekocht. Die Küche bleibt am Boden der Rustikalität französischer Klassiker.

Wobei die Zwiebelsuppe als schneller Imbiss weniger geeignet scheint, weil sie offenbar mikrowellenerwärmt mit der Hitze eines Atomreaktors auf den Tisch kommt. Der burgundische Schmortopf BSuf Bourgignon (E 11,80) mit eingelegten Champignons und Kartoffelpüree ist dagegen mürb und idealtypisch.

An der Tarte au citron (E 2,90) sollte dagegen noch gearbeitet werden, in der verkosteten Version war der Teig untrennbar mit dem hübschen kleinen Porzellanförmchen verbunden. Atmosphärisch ist der untere Raum recht gelungen, während oben Assoziationen mit einer hübschen Mensa aufkommen könnten.

Le Bol, Wien 9,
Lazarettg. 19,
Tel. 01/408 57 23,
Mo.-Fr. 9.30-23.30, Sa. 10-23.30.