Beim Teegenuß auf Abwechslung achten

Hohe Dosen von bestimmten Kräuterteemischungen können eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Grüner Tee

Grüner Tee

Jeden Tag eine Kanne Fencheltee? Lieber nicht - Verbraucher sollten bei Tee sicherheitshalber für Abwechslung sorgen. Denn bestimmte Kräuterteemischungen können sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) enthalten. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die die Pflanzen gegen Fraßfeinde produzieren. Beim Menschen könnten PA in hohen Dosen zu irreversiblen Leberschäden und Krebserkrankungen führen.

Lebensmittelexperten empfehlen daher, bei Tees so oft wie möglich zwischen Sorte und Hersteller zu wechseln. So lasse sich die Gefahr minimieren, über einen langen Zeitraum hinweg zu viele PA aufzunehmen. Besonders achtsam sollten Schwangere, stillende Frauen und Ältere sein. Sie sollten Kräutertees immer wieder mit anderen Getränken abwechseln. Das Gleiche gilt für Babys: Eltern bieten ihnen besser nicht ausschließlich Tee an.

PA kommen nicht nur in Teekräutern vor, sondern auch in Salaten und Honig. Heimische Pflanzen, die diese sekundären Pflanzenstoffe enthalten, sind das Jacobskreuzkraut, das Gemeine Greiskraut oder der Natternkopf. Die Pyrrolizidinalkaloide sind hitzebeständig und gehen auch beim Überbrühen mit heißem Wasser nicht kaputt.

APA/dpa, 26.01.2015