Das ist doch noch gut!

Jährlich landen in Österreich 157.000 Tonnen Lebensmittel im Müll. Vielen Menschen mangelt es an Wissen über den richtigen Umgang mit Lebensmitteln. Die Initiative "Das ist doch noch gut"" engagierte nun Omas, die ihre wertvollen Erfahrungen in Supermärkten sowie in Schulen an Erwachsene und Kinder weitergeben sollen. Hier die wichtigsten Tipps für Einkauf, Lagerung und Müllvermeidung.

Lebensmittel im Müll

Lebensmittel im Müll

Viele Menschen wollen eigentlich keine Nahrungsmittel wegwerfen, aber es mangelt ihnen oft – vor allem jüngeren Generationen – an Wissen über den richtigen Umgang mit Lebensmitteln. Speziell wie man richtig lagert, wie man deren Qualität feststellt oder auch wie man Reste verwertet. Das Bewusstsein dafür und die Vermittlung dieses Wissens steht im Mittelpunkt der Initiative von Pfeiffer: Das ist doch noch gut! Lebensmittel wertschätzen wir früher.

Den Wert von Lebensmitteln bewusst machen

Unter dem Motto "Das ist doch noch gut" sollen Herrn und Frau Österreicher verloren geglaubtes Wissen über Kochen, Resteverwertung und die richtige Aufbewahrung von Lebensmittel vermittelt werden. Helfen werden dabei engagierte Omas, die ihre wertvollen Erfahrungen in den Supermärkten der Pfeiffer Handelsgruppe sowie in Schulen an Erwachsene und Kinder weitergeben.

Die Omas

Omas wissen viel und können immer tolle Geschichten erzählen. Sie verfügen aber auch über unschätzbares Wissen, wenn es um den bewussten Umgang mit einer der wichtigsten Ressource geht: unseren Lebensmitteln.

Noch bis Ende Februar werden die “Das ist doch noch gut!” Omis durch eine Fachjury ausgewählt und freuen sich schon auf Ihren Einsatz in den Schulen, wo sie die Jüngsten dazu animieren sich mit dem Umgang mit Lebensmitteln auseinanderzusetzen. Sie sind aber auch Tippgeberinnen in den Filialen von Zielpunkt, Pfeiffers Nah&Frisch und Unimarkt für die KundInnen und geben auch online wertvolles Wissen preis, wenn es darum geht, Nahrungsmittel richtig einzukaufen, zu lagern und zu verwerten.

Tipps & Tricks

Hier einige Tipps, was man beim Einkauf und der Lagerung von Lebensmitteln beachten sollte und wie man Müll vermeiden kann:

Kühlschrank

Die verschiedenen Kältezonen des Kühlschranks helfen, verschiedene Lebensmittel optimal frisch zu halten. Bei einem Kühlschrank ist es immer unten am kühlsten und je weiter oben, desto weniger kühl. Die Kühlschranktür ist am wenigsten gekühlt.

Daher gilt es beim Einräumen des Kühlschranks folgendes zu beachten:

  • Ganz oben: Selbst Gekochtes
  • In der Mitte: Käse und Milchprodukte
  • Unten: Fleisch und Fisch
  • Gemüsefach: Kälteverträgliches Gemüse und Obst
  • Kühlschranktür: Eier, Getränke

Für Obst gilt: Heimisches Obst mag es eher kühl, während Exoten ungekühlt gelagert länger halten. Gemüse – mit der Ausnahme von Tomaten, Melanzani, Kürbis und Erdäpfeln – hält kühl gelagert besser.

Lagerung

Es gibt eine Faustregel, die besagt: Viele pflanzliche Lebensmittel sind frisch länger lagerfähig als tierische. Obst oder Gemüse kann bei richtiger Lagerung etliche Monate halten und im Idealfall sogar über einen ganzen Winter. Unsere Großeltern haben das vielfach getan.

Bei der Lebensmittel-Lagerung kommt es auf die richtige Nachbarschaft an:

  • Grundsätzlich ist es empfohlen Obst und Gemüse getrennt voneinander aufzubewahren . Manche Sorten sondern das Reifegas Ethylen ab und lassen dadurch Obst- und Gemüsesorten im Umkreis schneller verderben und reifen.
  • Welche Obstsorten produzieren viel Ethylen? Zum Beispiel Äpfel, Avocados, Bananen, Birnen, Pfirsiche, reife Kiwis, Marillen, Nektarinen und Zwetschken. Das heißt, dass alles Obst und Gemüse in ihrer Nachbarschaft schneller reift bzw. verdirbt.
  • Welche Gemüsesorten produzieren viel Ethylen? Broccoli, Erdäpfel, Gurken, Karfiol, Kohlsprossen, Lauch/Porree, Paprika, Pfefferoni, Pilze, Spinat und Tomaten.
  • Gurken und Weißkraut sind sehr ethylen-empfindlich, daher ist es zu empfehlen, sie nicht neben Ethylen-Produzenten aufzubewahren.

Frische beim Einkauf prüfen

  • Bei den Fleisch und Käsetheken ist die Frische durch das eingesetzte Licht schwerer zu erkennen. Dies lässt die Lebensmittel länger frischer aussehen. Am besten bitten Sie das Personal ihnen das gewünschte Stück zu zeigen.
  • Bei Fisch ist es eigentlich am Einfachsten die Frische zu erkennen. Schauen Sie immer auf die Augen! Diese müssen klar, konvex, prall und schwarz sein! Die Haut des Fisches sollte glänzen.
  • Salate: Hier erkennen Sie leicht an zu braunen Schnittflächen und welken Blättern die Frische. Bei abgepackten und vorgeschnittenen Salaten achten Sie am besten immer, ob die Beutel der Salatpackung aufgebläht sind. Dies würde auf Gasbildung hinweisen und der Salat ist mit Sicherheit nicht mehr frisch.
  • Bei Beeren beachten Sie, ob sich Saft am Boden der Beerenpackung sammelt, dann sind die Beeren ganz klar nicht mehr frisch.
  • Bei Schokolade ist es oft aufgrund der Verpackung schwerer, die Frische festzustellen. Haben die Verpackungen allerdings ein Sichtfenster beurteilen Sie, ob die Schokolade einen grauen Überzug zeigt. (Das ist der Fett- oder Zuckerreif). Gegen die landläufige Meinung: Diese Schokolade ist dennoch unbedenklich und kann unbesorgt genossen werden.

Vermeidung von Müll

Einige Ratschläge zur Vermeidung von Zu-viel-Einkauf oder schlechter Verwertung der Lebensmittel:

  • Vor dem Einkaufen immer einen Einkaufszettel schreiben.
  • Vor dem Einkauf den Kühlschrank, Tiefkühlschrank, checken. Wie viel Platz ist überhaupt frei? Und was könnte ich kochen/brauchen?
  • Lieber 2x überlegen, ob man die Sonderangebote oder Großpackungen wirklich braucht.
  • Kosten Sie ein Produkt, welches gerade erst das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat zuerst mal, bevor Sie es wegwerfen.
  • Wenn Sie zu viel gekocht haben, gleich mal nach netten Rezepten suchen, wie man die übriggebliebenen Lebensmittel doch noch verwerten kann.
  • Klingt simpel, ist aber ein "großer Fehler": Gehen Sie niemals hungrig einkaufen (außer für kleine Pausen, wenn man auch sofort den Einkauf verzehrt).

Mindesthaltbarkeit

Die meisten Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsfrist abgelaufen ist, sind tatsächlich noch eine Zeit lang genießbar. Das gilt beispielsweise für Teigwaren oder Sauermilchprodukte. Hier lohnt es sich immer, die Produkte zu testen und auf den eigenen Geschmacks- und Geruchsinn zu vertrauen!

Ist die Verpackung eines Produkts einmal geöffnet worden, gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum damit als ungültig. Sauerstoff, Feuchtigkeit und Mikroorganismen können ab diesem Zeitpunkt hineingelangen. Wir raten Ihnen besonders: Bei Waren wie Fleisch und Fisch sollten Sie sich an das aufgedruckte Verbrauchsdatum halten, denn diese Waren sind leicht verderblich.

Viele weitere Tipps und mehr Informationen über die Initiative "Das ist doch noch gut" finden Sie hier: www.dasistdochnochgut.at