Erholung für die Leber

Gerade nach Feiertagen oder kulinarischen "Sünden" generell braucht die Leber hin und wieder Unterstützung, um sich zu erholen. Die Naturmedizin empfiehlt einige Heilpflanzen und Nährstoffe, die helfen, die Leber zu entgiften.

Avocados

  • Artischocken unterstützen den Leberstoffwechsel und regen die Gallenproduktion an. Vorsicht ist bei Dauerverwendung hoher Dosen geboten.
  • Avocados können eine geschädigte Leber wieder aufbauen. Die Inhaltsstoffe der Früchte aktivieren die körpereigene Glutathion-Bindung. Dieser Stoff wird in fast allen Körperzellen, besonders aber in den Leberzellen, hergestellt und kann den Organismus vor freien Radikalen aller Art schützen.
  • Bockshorn und seine Früchte schützen, so die TCM, die Leber vor Giftstoffen.
  • Enzian wird in der Volksmedizin als Hausmittel bei Magen-, Darm- und Leberbeschwerden genommen. Der Extrakt wirkt gegen Pilze, hemmt Entzündungen und erhöht die Abwehrkraft. Die Bitterstoffe im Enzian regen außerdem die Produktion der Magensäfte und der Gallenflüssigkeit an.
  • Erdbeerwurzel wird in der Volksmedizin gegen Leberleiden und Gelbsucht empfohlen.
  • Erdrauchkraut wirkt krampflösend und verbessert den Gallenabfluss – das kann bei Gallenwegserkrankungen günstig sein. Diese Wirkung wurde wissenschaftlich bestätigt.
  • Gänseblümchen sind nicht nur hübscher Aufputz in Frühlingssalaten, sondern werden auch zur Entgiftung und zur reinigenden Kur eingesetzt.
  • Grüner Tee enthält sekundäre Pflanzenstoffe namens Catechine. Die antioxidativ wirksamen Stoffe können die Fettansammlungen in der Leber entfernen und gesunde Funktion der Leber fördern.
  • Harongabaum . Das Extrakt aus der Rinde (in Apotheken erhältlich) wirkt besonders, wenn die Bauchspeicheldrüse und das Leber-Gallen-System gestört sind und dadurch schwere, fettreiche Nahrung nicht vertragen wird.
  • Herzblatt , auch weißes Leberblümchen genannt, wird in alten Kräuterbüchern zum "Öffnen von verstopfter Leber" empfohlen.
  • Knoblauch enthält schwefelhaltige Stoffe, die jene Leberenzyme aktivieren, die für die Ausleitung von Giftstoffen aus dem Körper verantwortlich sind. Doch Knoblauch unterstützt die Leber noch auf andere Weise: Er enthält Selen, das bei der Entgiftung helfen kann.
  • Kreuzdorn ist als Sirup oder Tee hilfreich gegen Gelbsucht. In der Volksmedizin wird beschrieben, dass auch das Kauen der frischen Beeren der Leber gut tut.
  • Kümmel als Tee ist eines der besten Mittel gegen Blähungen und Magen-Darm-Krämpfe, unterstützt die Leber- und Gallenfunktion und beseitigt unangenehmes Völlegefühl nach dem Essen. Pro Teelöffel Kümmel gießt man mit 250 ml heißem Wasser auf – zugedeckt etwa 10 Minuten ziehen lassen. Nicht kochen, da sonst die ätherischen Öle entweichen.
  • Kurkuma ist eines der kraftvollsten Lebensmittel für eine gesunde Leber. Das gelbe Gewürz hilft unterschiedlich: Sein Curcumin schützt als Antioxidans die Leber gegen Gifte, hilft geschädigte Leberzellen wieder zu regenerieren, kurbelt die natürliche Produktion der Gallenflüssigkeit an, verkleinert angeschwollene Lebergänge und verbessert die Funktion der Gallenblase.
  • Löwenzahn gehört zu den klassischen Bitterkräutern. Er stimuliert die Verdauung und regt die Gallenproduktion an. Dadurch wird sowohl Leber als auch Gallenblase gereinigt. Studien zeigen zudem, dass er auch Cholesterinspiegel und freie Radikale reduzieren kann.
  • Mariendistel ist die bekannteste Leber-Heilpflanze. Sie schützt die Leberzellen mit sekundären Pflanzenstoffen und sorgt gleichzeitig für schnelle Erholung und Heilung bereits beschädigter Leberzellen. Mit Mariendistel kann eine angeschlagene Leber schneller regenerieren und wieder neue Zellen aufbauen. Vor allem ihre Früchte enthalten den wichtigen Wirkstoff Silymarin. Zur kurmäßigen Entgiftung: 2x täglich ein Aufguss aus einem Teelöffel der Früchte mit 0,25 l heißem Wasser zubereiten und trinken.
  • Rettich und Radieschen enthalten genau wie Brokkoli Senfölglykoside. Diese sekundären Pflanzenstoffe regen die Leber- und Gallentätigkeit an und können sogar die ersten Stadien der Gallensteine, den Gallengries, auflösen.
  • Schöllkraut wurde bereits im Mittelalter gegen Leber- und Gallenleiden angewendet. Es wirkt schwach beruhigend und krampflösend und hat eine gallensekretionsfördernde Wirkung.
  • Walnüsse enthalten drei für die Leber besonders wichtige Stoffe: Die Aminosäure L-Arginin, Glutathion und Omega-3-Fettsäuren. All diese Substanzen helfen der Leber, schädlichen Ammoniak zu entgiften, der beim Abbau von überschüssigen Aminosäuren entsteht.