Tipps: Weihnachtsklassiker für das Festtagsmenü

Rezepte und Tricks - Profis verraten, wie Sie klassische Weihnachtsgerichte ganz einfach aufpeppen können.

Tipps: Weihnachtsklassiker für das Festtagsmenü

Jedes Jahr das gleiche Gericht - das Weihnachtsessen ist für viele enorm wichtig. Profis wie Tim Raue und Johann Lafer geben einfache Tipps für weihnachtliche Klassiker - wie sie gelingen und besonders raffiniert werden.

Erdäpfelsalat mit Würsteln

Das ist bei unseren deutschen Nachbarn für viele der Weihnachtsklassiker schlechthin. Tim Raue kann damit wenig anfangen - er bevorzugt eine mediterrane und frische Alternative. Statt Frankfurter nimmt er Salsiccia - eine italienische Wurst mit Fenchelsamen. Und den Erdäpfelsalat macht Raue mit Kapern, dem Abrieb einer Orangenschale, getrockneten Tomaten, Olivenöl und einem Schuss Orangensaft.

>> Zum Rezept: Erdäpfel-Salat mit Chicorée, Kapern und Senfsauce

Karpfen

"Das ist weiß Gott nicht jedermanns Sache", sagt Markus Kebschull. Wem der intensive Karpfengeschmack zu viel ist, dem empfiehlt er die gebackene Variante. "Hierzu wird das Fischfilet durch einen pikanten, mit Curry abgeschmeckten Ausbackteig gezogen und in Sesamöl gegart." Dazu passt ein Salat aus Gemüsestreifen von Lauch, Karotte und Sellerie. "Ebenfalls alles kurz angeschwitzt und mit einer süß-sauren Marinade gewürzt", sagt Kebschull. Ganz am Ende kann man noch frischen Koriander dazu geben.

>> Zum Rezept: Karpfen mit Rahmgemüse

Raclette

Viele Familien lieben es, gemeinsam um das Raclette-Gerät herum zu sitzen - mit Dutzenden Beilagen-Schälchen und jeder muss sein Pfännchen genau im Blick haben. Auch dabei lässt sich einmal etwas Neues ausprobieren. "Vielleicht gönnt man sich ja einmal Jakobsmuscheln mit einem rohen Fenchelsalat", schlägt Kebschull vor. Felix Wessler empfiehlt, mit Gewürzen und Kräutern zu spielen - und vielleicht nach einem bestimmten Land zu würzen. "Eine Idee ist auch Kartoffelpüree als Unterlage im Pfännchen und dann mit Räucherfisch und etwas Gewürzgurke."

Ente

Tim Raue nimmt zum Würzen der Ente am liebsten eine Five-Spice-Mischung aus der asiatischen Küche. "Die eignet sich wunderbar zum Lackieren der Ente mit Honig - aber auch für die Soße." Für eine leichte und frische Beilage schneidet der Profi Rotkraut in hauchdünne Streifen und verknetet das Gemüse mit Apfelsaft, Essig und Koriander. Dann gibt er noch feine Apfelstreifen hinzu und stellt die Beilage kalt.

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Ginseng-Ente mit Feigen

>> Zum Rezept: Ginseng-Ente mit Feigen

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Asianudeln mit Ente und Chili

>> Zum Rezept: Asianudeln mit Ente und Chili

Fondue

Fondues gibt es in zahlreichen Varianten: mit Suppe, Fett, Käse oder sogar Wein. Zum Eindippen seien derzeit Fisch und Garnelen sehr beliebt, sagt Wessler. Er empfiehlt, das Fondue zur Abwechslung an die typischen Aromen eines bestimmten Landes anzupassen. "Wie wäre es einmal etwas orientalisch, der Gemüsesuppe einfach einmal etwas Curry mit beimischen?" Genauso werden dann Salate und Fleischsorten angepasst - zum Beispiel kommen Couscous-Salat mit Petersilie sowie in Knoblauch und Koriander mariniertes Lammfleisch auf den Tisch. Fondue funktioniert auch als Dessert - das Schokofondue. Dann kann man zum Beispiel Früchte oder Gummibärchen eintauchen.

>> Zum Rezept: Kürbis-Käse-Fondue

Toast Hawaii

Viele rümpfen die Nase bei diesem Gericht, manche lieben es. Spitzenkoch Tim Raue ist mit Toast Hawaii quasi aufgewachsen - und hat die Zubereitung in Dutzenden Versuchen perfektioniert. Er röstet die Toastscheiben goldbraun und bestreicht sie dünn mit Butter und mit sahnigem Frischkäse. Schließlich folgt der Kochschinken - der sehr gut sein sollte. Frische Ananas ist nicht nötig. "Es funktioniert eigentlich nur mit Dosenananas", sagt Raue. Dazu nimmt er am liebsten einen sehr würzigen Käse wie Appenzeller. Dann kommen die Toasts bei 220 Grad etwa 6 Minuten in den Ofen, bis der Käse einen Karamellton bekommt und kleine Blasen wirft.

>> Hier klicken: Das klassische Rezept für Toast Hawaii

APA, dpa 29.10.2015