Bacchuspreis 2004 geht an einen Maler: Sepp Laubner für Verdienst um Wein geehrt

Der burgenländische Maler Sepp Laubner erhielt am Mittwoch im Rahmen der österreichischen Bundesweintaufe im Schloss Esterhazy in Eisenstadt den Bacchuspreis 2004 für "besondere Verdienste um die heimische Weinwirtschaft".

In Anwesenheit von Landwirtschaftsminister Josef Pröll (V), LH Hans Niessl (S) und LR Paul Rittsteuer (V) hielt Burgenlands Weinbauvereinspräsident Alois Schuster die Laudatio. Die Auszeichnung selbst, eine stattliche Bacchusskulptur samt Urkunde, überreichten der Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes, Josef Pleil, und der Geschäftsführer der Weinmarketinggesellschaft (ÖWM), Michael Thurner.

Überraschungspreisträger
Heuer gab es auch einen Überraschungspreisträger. Peter Morandell, Vertreter des österreichischen Weinhandels, präsentierte mit dem Direktor des Hotels "Zentrum" in Sölden, Gottlieb Waschl, einen wahren Kenner und Förderer österreichischen Weines. Sepp Laubner reiht sich in eine illustre Schar von Bacchuspreisträgern ein. 1971 zum ersten Mal verliehen, freuten sich unter anderem Volksschauspieler Rudolf Carl, Helmut Rome vom Falstaff Magazin, Paul Hörbiger, Elfriede Ott, Peter Weck, Rudolf Kirchschläger und im vergangenen Jahr Helmut Zilk über diese Auszeichnung.

Wein als Katalysator für die Arbeit
"Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken", meinte Sepp Laubner sichtlich gerührt in seiner launigen Dankesrede: "So wie ich die Menschen, die Landschaft, die Farben dieses Landes für meine Bilder brauche, so schätze ich auch den Wein, den ich als besten Katalysator für meine Arbeit halte." Bei seinen internationalen Auftritten hat Sepp Laubner immer erlesene heimische Tröpferl im Gepäck. Das wissen Besucher seiner Ausstellungen zu schätzen.

Weinsegnung
Im Anschluss an die Verleihung des Bacchuspreises nahm Diözesanbischof Paul Iby die Weinsegung vor. Sehr fruchtig, mit gutem Säurerückgrat und guter Aromatik, der dem Winzer viel Liebe und Sorgfalt im Weingarten sowie Feingefühl im Keller abverlangte, so die Charakteristika des neuen Jahrganges. Sepp Laubner gab ihm den Namen "Josef".(apa/red)