Der steirische Junker hat wieder Saison: 2004 brachte gewohnt hohe Qualität

Jungwein wird inzwischen in allen österreichischen Weinregionen erzeugt: Mit rund 1,3 Mio. Flaschen hält aber der steirische "Junker" immer noch 60 Prozent Marktanteil. Und das vermutlich zu Recht: kein Weinbaugebiet hat bessere Voraussetzungen für frischen jungen Wein als die Steiermark. Frisch, fruchtig, steirisch könnte man sagen.

Die Präsentation erfolgte am Mittwoch geballt an sieben Schauplätzen in Österreich (am 22. November folgt München). Das heurige Weinjahr war vor allem in der Steiermark ein schwieriges, die Winzer hatten mit extremen Witterungsbedingungen zu kämpfen. Die Blüte war extrem spät, es gab viel Niederschlag und wenig Sonnenstunden.

Gutes Jahr für Junker & steirische Klassik
Was für die Top-Weine ein Problem sein könnte, war für den Junker und den klassischen Ausbau aber sogar von Vorteil. Die Weine haben zwar geringe Zucker- und Alkoholgrade, dafür kommt die steirische Frische und die Frucht voll zur Geltung. Für alle Qualitätsstufen gilt aber, dass heuer nur jene Winzer erfolgreich sein werden, die in den Weingärten rechtzeitig die richtigen Maßnahmen gesetzt haben. Was aber beim Junker-Betrieben mit ihren strengen Qualitätsrichtlinien sicher der Fall ist.

Junker - Erfolgsgeschichte
Der Jungwein, seit 1995 unter der Dachmarke "Junker" verkauft, macht rund fünf Prozent der gesamten steirischen Weinernte aus, die laut Werner Luttenberger, Weinbaudirektor der steirischen Landwirtschaftskammer, heuer mit 180.000 bis 190.00 Hektoliter um "eine Spur" geringer ausfallen dürfte als im Vorjahr. Die Preise für den Ab-Hof-Verkauf liegen durchwegs im Bereich von fünf Euro.

Hauptsorte Rivaner
Hauptsorte für den Junker ist nach wie vor der Rivaner (Müller-Thurgau). Besondere Raffinesse wird dann im Verschnitt mit kleineren Mengen anderer Sorten erreicht. Auffallend war heuer, dass fast alle Top-Junker einen mehr oder minder großen Anteil an Sauvignon blanc haben. Aber auch Weißburgunder- und Morrillon-Anteile sind stark präsent. (red)