Drei Weine von Erwin Sabathi im Test

Der Südsteirer Erwin Sabathi hat trotz seiner geringen Anzahl an Lenzen schon erstaunlich viele Erfolge in der Weinszene verbuchen können, sowohl national als auch international. Die Qualität seiner Weine ist auf einem konstant hohen Niveau, unabhängig davon, ob es ein "guter" oder "schlechter" Jahrgang war. Trotzdem sind die speziellen Charakteristika der Jahrgänge ebenso schmeckbar wie die Herkunft der Weine.

Auch heuer hat Sabathi wieder zwei Landessiege in seine Leutschacher Heimat mit genommen. Einer davon ist der

Sämling 88 Klassik 2006
Der Wein besticht auf Anhieb durch seine starken Aromaausprägungen. Das Bukett ist klassisch traubig mit markanten Steinobstnoten. Am Gaumen spielerisch und saftig mit Anklängen von Weingartenpfirsichen. Keine Granate, aber ein fruchtbetonter Starter mit einer erfrischenden Säurestruktur.

Sauvignon Blanc Pössnitzberg 2006
Lagen-Sauvignon ist die Königsklasse bei der steirischen Landesweinbewertung. Vergleichbar mit der Abfahrt im Ski-Weltcup. Und auch hier stellt Erwin Sabathi den Landessieger 2007: Ein kraftvoller Wein vom ersten Eindruck an - intensive Aromen nach grünem Paprika, Mango, Maracuja und erfrischende Zitruszesten. Am Gaumen mit toller Extraktdichte, schöner Würze, weißem Pfeffer und herben Kräutern. Vielschichtig, trinkfreudig und mit noch einigem Potenzial.

Gelber Muskateller Pössnitzberg 2006
Dieser Wein ist zwar kein Landessieger, aber einer des besten Aperitiv-Weine des Landes. In der Nase frische Noten nach Minze und Limette, einhergehend mit weißem Pfirsich und zarten Rosenanklängen. Am Gaumen schlank und präzise mit gewinnender Mineralik. Und kraftvoll genug, damit es nicht beim Aperitiv bleiben muss: er ist auch ein vielseitiger Speisenbegleiter mit einem großen Bogen von bodenständiger bis zu asiatischer Küche. (red)