Mehr Menge bei schlechterer Qualität: Weinernte bringt viel Ertrag & weniger Güte

Die österreichische Weinernte wird heuer laut einer Vorschätzung der Statistik Austria 2,6 Mio. Hektoliter Wein bringen. Damit würde das Vorjahresergebnis um 2 Prozent und der Erntedurchschnitt der letzten 10 Jahre um 9 Prozent überschritten. Die Güte der Trauben wird zum jetzigen Zeitpunkt allerdings geringer als im Vorjahr eingeschätzt.

Die zu erwartende geringere Güte dürfte auch auf den unterdurchschnittlichen Reifegrad der Trauben zurückzuführen sein, meint die Statistik Austria. In Bezug auf die Menge dürften heuer alle Bundesländer - verglichen mit dem Erntedurchschnitt der letzten 10 Jahre - positiv bilanzieren.

Besonders gute Ernte in Niederösterreich und Steiermark
In Niederösterreich bzw. der Steiermark kann mit einer Ernte von 1,65 Mio. Hektoliter (plus 12 Prozent) bzw. 178.600 Hektoliter (plus 19 Prozent) gerechnet werden und auch im Burgenland wird mit 725.400 Hektoliter ein Plus von 1 Prozent erwartet, während die Wiener Weinernte mit 20.500 Hektoliter heuer "normal" ausfallen dürfte.

Rebenentwicklung
Die trockenwarme Witterung der letzten Wochen habe die Rebenentwicklung positiv beeinflusst, wodurch der auf Grund der geringen Sonnenstunden im Frühsommer verursachte Entwicklungsrückstand der Trauben teilweise aufgeholt werden konnte, berichtet die Statistik. In Teilen Niederösterreichs - im nördlichen Weinviertel -, wo seit Juni keine nennenswerten Niederschläge zu verzeichnen waren, sei auch das momentan feuchtere Wetter zur optimalen Reifung der Reben willkommen.

Pilzbefall
Der erhöhte Pilzbefall (Peronospora, Bortytis) sei durch die zuletzt trockeneren Witterungsbedingungen etwas eingedämmt worden, werde aber nach wie vor - speziell in der Steiermark - als ertragsmindernd angeführt. (apa)