Schöne Erfolge bei den Wein-Exporten 07: Erlöse erreichen historischen Höchstwert

2007 war ein erfolgreiches Jahr für die österreichische Weinwirtschaft. Die heimische Weinbaupolitik setzte auf EU-Ebene wichtige Interessen durch und konnte für die kommenden Jahre ein zusätzliches Fördervolumen von über 20 Mio Euro aus dem EU-Topf für qualitätsverbessernde Maßnahmen sichern. Zudem dürfen sich die Winzer über das beste Exportergebnis aller Zeiten freuen.

Die Vormachtstellung von Wein aus Österreich im Inland konnte gehalten werden und die Erlöse aus den Weinexporten einen historischen Höchstwert.

Rodungen
Im kurz vor Weihnachten erzielten Kompromiss bei der EU-Weinmarktreform konnte Österreich seinen Standpunkt in vielen Punkten erfolgreich verteidigen negative Auswirkungen größtenteils abwenden. Durch Prämien attraktivierte, großflächige Rodungen sollten bestehende Weinüberschüsse in Europa verringern. Diese Gefahr konnte durch eine Reduktion der geplanten Rodungs-Fläche und nationales Mitspracherecht entschärft werden. Sensible Weinbaufluren, wie etwa Terrassen oder Bergweinlagen können somit von der Rodung ausgenommen werden. Weinbaupräsident Pleil rechnet damit, dass die Rodungen Österreich nur wenig betreffen werden - es ginge vor allem um die großen Überschussproduzenten im Süden. (Im Bild: Pleil, LW-Minister Pröll & ÖWM-Chef Klinger)

Aufzuckern
Das geplante Verbot der Aufzuckerung, eines in Österreich, Deutschland und Frankreich seit Jahrzehnten gängigen önologischen Verfahrens, konnte von den nördlichen Ländern erfolgreich verhindert werden. Lediglich die Obergrenzen wurden leicht reduziert.

Geld für Qualitätsverbesserung
Im Bereich der Budgetverteilung der Weinmarktreform konnte Österreich speziell punkten. „Wir haben erreicht, dass die Förderung von Investitionen in Kellertechnik und qualitätsverbessernde Maßnahmen sowie die Vermarktung in den Projektrahmen integriert wurden. Der österreichischen Weinwirtschaft stehen dafür zusätzliche 20 Mio Euro in den kommenden Jahren zur Verfügung“, zeigten sich Landwirtschaftsminister Pröll und Weinbaupräsident Pleil zufrieden.

Höherer Weinkonsum
Nach einigen leicht rückläufigen Jahren wird in Österreich wieder etwas mehr Wein getrunken. Wichtigster Partner ist dabei mit 58% die heimische Gastronomie, in der österreichischer Wein einen dominanten Marktanteil von 84% aufweist. Beim Heimkonsum - Wein der Ab-Hof, im Supermarkt oder im Fachhandel gekauft wird - konnte der Handel seine Position zulasten der Ab-Hof-Verkäufe weiter steigern.

Patriotische Supermärkte
Im Lebensmitteleinzelhandel ist die Vormachtstellung österreichischer Weißweine mit über 77% ungebrochen und weiterhin zunehmend. Bei Rotweinen ist der prozentuelle Marktanteil seit 2000 zwar leicht gesunken, der Absatz jedoch mengenmäßig um 36% (das sind 9 Mio Liter) gestiegen.

Exportplus
Aufgrund zweier mengenschwacher Erntejahre wird die Exportmenge zwar auf Vorjahresniveau bleiben, bei der Wertschöpfung wird aber ein sattes Plus von ca. 14% erwartet. „Dies ist auf den Rückgang der Fassweinexporte und starken Anstieg hochwertiger Flaschenweinexporte zurückzuführen“ erklärt Willi Klinger, Geschäftsführer der österreichischen Weinmarketinggesellschaft (ÖWM). Wichtigstes Exportland ist weiterhin Deutschland, gefolgt von der Schweiz und den USA. (red)