Sonne lässt deutsche Winzer strahlen: We-inwirtschaft freut sich über guten Jahrgang

Deutschlands Weinfreunde können sich auf einen guten Jahrgang 2004 freuen. Diese Erwartung äußerte der Geschäftsführer des Deutschen Weininstituts, Armin Göring, zum Start der Hauptlese in Nierstein bei Mainz: "Wir erwarten in diesem Jahr einen marktkonformen Jahrgang, der mit zehn bis elf Mio. Hektolitern aus allen Anbaugebieten ausreichende Mengen in allen Qualitätsstufen bringt."

Nach Görings Worten wurden dank des sonnigen Septembers bei Frühburgunder bereits Mostgewichte von rund 90 Grad Öchsle gemessen: "Die Septembersonne lässt die Winzer derzeit strahlen." Die Trauben seien erfreulich gesund, was auch für späte Sorten wie den Riesling noch eine lange Reifezeit zulasse.

Kein Preisverfall trotz guter Ernte
Der Geschäftsführer des Weininstituts sagte, er erwarte trotz der leicht überdurchschnittlichen Erntemenge keinen Preisverfall bei Wein. Auf Grund des qualitativ zwar ausgezeichneten, aber mengenmäßig knappen Jahrgangs 2003 seien die Keller vor allem im mittleren Qualitätsweinbereich weitgehend geräumt. Der Markt werde daher die für 2004 erwarteten Mengen problemlos aufnehmen können. Die Preise würden sich stabil entwickeln.

Imagewandel
"Der Jahrgang 2004 wird sich voraussichtlich nahtlos in eine Folge von drei guten Weinjahren einreihen", sagte Göring: "Er wird den positiven Imagewandel, den der deutsche Wein national wie international erfährt, weiter forcieren." Mit der Lese kleinerer Partien extrem früh reifender Sorten war in der Pfalz bereits Ende August begonnen worden. Die Hauptlese dagegen beginnt bundesweit traditionell erst Ende September. (apa/red)