Weingut der Woche: Das Dinstlgut Loiben mit seinem 1000 Jahre alten Felsenkeller

Die historischen Wurzeln des Dinstlgutes liegen im Mittelalter. 860 und 1002 erfolgte die Besiedlung in Ober- und Unterloiben. Bis ins 19. Jahrhundert waren die Weingärten im kirchlichen Besitz. 1830 begann die Ära Dinstl, Dr. Ferdinand Dinstl schuf ein Musterweingut mit Vorbildcharakter. 1930 ersteigerten 42 Weinbauern das Dinstlgut, heute umfasst die Kooperative über 300 Mitglieder.

Foto: Kellermeister Rohrauer, Geschäftsführererin Altenriederer und Kellermeister Krammer

Die Anbauflächen liegen zum Großteil in der Wachau, aber auch aus dem Umland kommt hervorragendes Traubenmaterial. Kellermeister Herbert Rohrauer achtet penibel darauf, dass die strengen Qualitätskriterien eingehalten werden. Seit drei Jahren gibt es zudem ein spezielles Beratungs- und Schulungsprojekt im Weingarten.

Das Repertoire des Dinstlgutes reicht von leichten Terrassenweinen über schwere und hocharomatische Tropfen aus Top-Lagen bis hin zu höchstprämierten Trockenbeerenauslesen.

Top-Rieslinge vom Loiben- und Pfaffenberg
Der Star unter den Rieslingen kommt vom „Loibenberg“: hocharomatisch, reif und doch pikant. Sehr empfehlenswert ist aber auch der Riesling vom Pfaffenberg mit seinem ausgeprägten Pfirsich-Duft. Auf satten 75 Prozent der Rebläche wird Grüner Veltliner kultiviert, der sogar in den USA und in Japan reißenden Absatz findet. Toplagen auch hier der Pfaffenberg und der Loibenberg.

Bester Weißwein der alten Welt
Die Dinstlgut-Weine wurden bereits vielfach - auch international - ausgezeichnet. Erst im Juni wurde der Grüne Veltliner "L" 2003 bei der Japan Wine Challenge mit der Trophy für den besten Weißwein aus der alten Welt prämiert. Eine Goldmedaille gab es auch für den Riesling TBA 2002.

Drehverschluss statt Korkgeschmack
Sehr innovativ gibt sich das Dinstlgut auch in der Frage des Verschlusses. Künftig kann man alle Weine wahlweise mit Kork- oder Drehverschluss erstehen. Dinstlgut-Geschäftsführerin Elisabeth Altenriederer dazu: "Es gibt ja nicht nur den typischen, sondern auch den schleichenden Korkgeschmack, wenn der Wein dumpf und maskiert schmeckt. Diese unkalkulierbaren Qualitätsunterschiede wollen wir unseren Kunden ersparen".

Verkostungen im Felsenkeller
In der eindrucksvollen Kulisse des 1000 Jahre alten Felsenkellers in Unterloiben bei Dürnstein können alle Weine des Dinstlgutes verkostet werden (Öffnungszeiten auf der Homepage). Auch der Sekt und die Brände sind übrigens von höchster Güte.

Web-Tipp:
www.dinstlgut.at