Winzer der Woche: Karl Alphart aus Trais- kirchen ist mit Rotgipfler & Co erfolgreich

Karl Alphart und sein Sohn Florian sind leidenschaftliche Thermenwinzer und widmen einen guten Teil ihres Schaffens dem autochthonen Rotgipfler. Nicht umsonst ist Ihr Liebkind Rotgipfler Rodauner (Top Selektion) schon mehrfach ausgezeichnet. Darüberhinaus gelten die Alpharts als Burgunder-Spezialisten. Chardonnay und Pinot Noir in ihren verschiedenen Ausbauvarianten gelingen jedes Jahr hervorragend.

Die Alpharts keltern einige der besten Tropfen aus der Thermenregion und sind österreichweit für ihre hervorragende Qualität bekannt. Ihr Rotgipfler Rodauner ist ein Gedicht, aber auch alle anderen Weine, sowohl weiß als auch rot sind höchst empfehlenswert. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen belohnten die Thermenwinzer bereits für Ihr Bemühen.

80 Prozent Weißwein
Die Weingärten umfassen 12 Hektar und liegen am Fuße des Anningers bei Traiskirchen. 80 Prozent der Produktionsmenge entfäfft auf Weißwein, 15 auf Rotwein und fünf auf Edelsüße. Die wichtigsten Rebsorten sind Grüner Veltliner, Neuburger, Chardonnay, Rotgipfler und Pinot Noir.

Der Paradewein in weiß ist der Rotgipfler Rodauner Top Selektion 2002 : Die schönsten Trauben der besten Lage sind Grundlage. Erst nach einem Jahr Fasslagerung auf der Feinhefe (teilweise neues Holz), wird dieser Wein abgefüllt. Er ist dicht, mineralisch und dennoch fein. Er ist Alpharts persönlicher Liebling, "viel Liebe und Kraft steckt darin". Ein Wein für besondere Anlässe.

Das Aushängeschild in rot ist der Pinot Noir Cuveé ALPHA 2002 : Herr Alphart zu seiner Top-Cuveé: "Das ist die Verwirklichung meiner Philosophie vom edlen österreichischen Rotwein. Das Bukett wird von feinfruchtigen Kirsch- und Beerennoten geprägt, umhüllt von Kaffee und Schokolade und ergänzt von dezent röstiger Würze, samtig und lang. Fasslagerung: 18 Monate in neue Barriques. Der Alpha besteht aus 60% Pinot Noir mit Zweigelt und St. Laurent.

Florian Alphart im Kurzinterview:

Wie ist das Weinjahr 2004 bis dato für Sie gelaufen?

Nach dem eher breiten, wuchtigen Jahrgang 2003, kommt uns ein feines, finessenreiches Jahr mit einer etwas höhern Säure gerade recht. Dadurch, dass der Jahrgang 2004 spät und eher verregnet war, zählt die perfekte Arbeit des Winzers im Weingarten heuer noch mehr. Die strenge Ertragsreduktion ist bei solchen Bedingungen essenziell, da man sonst mit sehr hohen Qualitätseinbußen rechnen muss. 2004 ist eindeutig ein Jahrgang, in dem der Trinkspaß wieder im Vordergrund steht.

Welche Ihrer Auszeichnungen sind Ihnen am wichtigsten?

Salon, Landes- und Bundessieger sind uns sehr wichtig, da sich unser Markt hauptsächlich in Österreich befindet. Persönliches Interesse habe ich an der Österreichischen Weinfachpresse wie z.B. Gault Millau (wo wir seit heuer 3 Trauben in der Kategorie Rotwein haben), Vinaria (jedes Jahr dabei) und auch Fastaff.

Wo sehen Sie die Stärken der Thermenregion?

Eine große Stärke der Thermenregion ist der Boden. Hierbei handelt es sich um einen Muschelkalkboden, auf dem vor allem Burgundersorten und typische Südbahnsorten hervorragend gedeihen. Von diesem Boden werden die Weine sehr finessenreich, fruchtig verspielt und wirklich gut lagerfähig.

Die zweite große Stärke der Thermenregion ist zweifellos das sehr gemäßigte, eher warme Klima, das auch in Jahren wie heuer zu einer sehr guten Ausreifung der Trauben maßgeblich beigetragen hat. Nur ausgereiftes gesundes Traubenmaterial lässt sich zu klaren, großen Weinen verarbeiten.

Wenn Sie gerade keinen eigenen Wein trinken, welchen nehmen Sie zur Zeit am liebsten?

Diese Frage ist für mich mit Abstand am schwierigsten zu beantworten! Ich bin prinzipiell ein sehr strenger Weintrinker, was bedeutet dass ich absolute Qualität schätze und auch bereit bin, diese zu bezahlen. Natürlich bin ich ein großer Fan österreichischer Weine, wobei ich mich auf kein Gebiet spezialisieren möchte. Jede Gegend hat ihre Reize und für mich gilt es diese in Perfektion zu finden (Vom Weinviertel über das Carnuntum bis in die Südsteiermark).

Webtipp:
www.alphart.com