Amerikaner stehen auf "BierBeisl" in L.A.

Käsekrainer und Debreziner - kaum ein Gast spricht die Namen der Wurstspezialitäten auf der "BierBeisl"-Speisekarte in Beverly Hills richtig aus. Star-Koch Bernhard Mairinger hat es trotzdem im Handumdrehen auf die "Esquire"-Liste der "heißesten" neuen Restaurants in den USA geschafft. Und der kulinarische "Zagat"-Führer weist den 28-jährigen Chef aus Nußdorf am oberösterreichischen Attersee als vielversprechenden Newcomer aus.

Ein "mutiger und verrückter" Schritt sei es gewesen, mitten in der Luxus-Meile das erste österreichische Restaurant in Los Angeles zu eröffnen, räumte Mairinger ein. In der Oscar-Woche vor einem Jahr gab der über zwei Meter große Hüne mit Rahmgulasch, Schnitzel und Kaiserschmarrn seinen Einstand.

Preise in Sicht
Und schon hat er Chancen auf einen Preis, der in der amerikanischen Restaurantszene einem Oscar gleichkommt. Mairinger schaffte es diese Woche in die Vorauswahl für die James-Beard-Trophäe als bester Jung-Chef des Jahres und für das beste neue Restaurant. Die Preise werden im Mai in New York vergeben.

Kochen während der Oscars
Zuvor verköstigte der Koch aber die Gäste bei der "Oscar-Viewing-Party" in der Residenz der österreichischen Konsulin Karin Proidl im Nobelstadtteil Brentwood. Um diesen "magischen Moment" zu feiern, rollte Proidl für rund 200 geladene Gäste - Filmschaffende, Politiker und Presse - den roten Teppich aus. Wer von Hanekes deutsch-französisch-österreichischem Produktionsteam nicht live bei den Oscars dabei war - die Plätze im Dolby Theatre sind knapp bemessen -, der schaute sich die Trophäengala hier auf großen Bildschirmen an.

Österreichische Tradition
Im "BierBeisl" setzt Mairinger auf österreichische Tradition. Er serviert nur Weine aus der Heimat, Gourmet-Essig und Kürbiskernöl werden aus der Steiermark importiert. Mit seinen ausgetüftelten "Schmankerln" lockt er prominente Stammkunden an. "Carl Reiner bestellt immer für sich und für Mel Brooks und nimmt das Essen mit", verrät der Chef. Vincent Gallo, Elizabeth Banks und Franka Potente waren auch schon da, nur der aus Wien stammende Oscar-Preisträger Christoph Waltz noch nicht, bedauert Mairinger.

apa/red - 17