Eisgewohnheiten im In- und Ausland:
Klassische und moderne Lieblingssorten

In der heißesten Zeit des Jahres genießt ein Drittel der Österreicher mehrmals pro Woche die erfrischende "Sünde". Seit dem antiken China erfreuen sich die Menschen schon an der köstlichen Schlemmerei. Doch auch in der "Eiswelt" gibt es Modeerscheinungen und Trendsetter.

Mit den Temperaturen steigt auch der Eiskonsum: knapp 65% erfrischen sich mit einem Eis an heißen Tagen. Als wichtigste Eislieferanten liegen der Supermarkt und der Eissalon in der Gunst der Konsumenten gleichauf mit großem Vorsprung an der Spitze (71%), mit großem Abstand folgen Bad (18%) und Tankstelle (14%).

Stracciatella, Vanille und Schoko sind die Lieblingssorten
Für ein Drittel der Befragten gehören Stracciatella, Vanille und Schokolade in den Eisbecher, gefolgt vom Klassiker Erdbeere, Haselnuss, Joghurt, Zitrone, Pistazie und Kokos, die sich jeder 5. bevorzugt auf der Zunge zergehen lässt. Bei den weiblichen Befragten liegt Stracciatella klar vorne, die Männer mögen Vanille lieber.

Bei Eis isst das Auge weit weniger mit als angenommen
Hierzulande sind originelle Dekorationen und bunte Farben nur jedem 10. Konsumenten wichtig, Geschmack, Cremigkeit, Natürlichkeit und Originalität werden stärker nachgefragt. Eis muss schmecken und darf auch etwas kosten: Nur für ein Viertel der Befragten muss es ein günstiges Eisvergnügen sein.

Neue Eiscreme-Sorten bei Hitze der letzte Schrei
Während die genügsamen Österreicher noch Erleichterung bei Vanille- oder Erdbeereis suchen haben Experten in Frankreich längst originelle Sorten wie Gras-Sorbet oder Roquefort-Hörnchen in Umlauf gebracht. Der Erfindergeist macht sich bezahlt - Exoten-Eis ist im Aufwind und selbst Traditionsunternehmen wie Berthillon auf der Pariser Ile St. Louis wagen sich an Aromen wie Earl Grey, Zitrone-Thymian, Austern- und Zigarren-Sorbet.

Französische Firma produziert 1200 Geschmacksrichtungen
Vorreiter der neuen Eis-Welle ist die Firma Pole Sud am Fuße der Pyrenäen, die mittlerweile 1.200 verschiedene Geschmackssorten im Angebot hat. "Geschmack und Mode haben sich geändert. Vor 20 Jahren hätten die Leute bestimmte Aromen - wie "Rote-Beete-Sorbet mit Gänsestopfleber" oder "Walnuss-Creme-Brulee mit Roquefort-Eis" - einfach blöd gefunden, aber heute wundert sich niemand mehr darüber", sagt der Vater von Kreationen, Ludovic Enee.

Wiener Speiseeis hat Top-Qualität
Gerade am heißesten Tag des Jahres ist es schön zu wissen, dass das in den Wiener Eisläden verkaufte Speiseeis unbedenklich ist. Die Lebensmittel-ExpertInnen des Wiener Marktamts und der Lebensmitteluntersuchungsanstalt haben im heurigen Sommer bisher 100 Proben gezogen und untersucht, dabei gab es keine Beanstandung", erklärte Sonja Wehsely, Stadträtin für KonsumentInnenschutz. (APA/red)