Globaler Kaffee-Kodex in Testphase: Bes-sere soziale und ökologische Standards

Eine internationale Allianz der Kaffebranche hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter der Kaffeeproduzenten, von Kaffeehandel und -industrie, Nichtregierungs-organisationen und Gewerkschaften haben gemeinsam einen Verhaltenskodex entwickelt, der jetzt in die Testphase gehen soll. Mit dieser Initiave soll sichergestellt werden, dass Kaffe nicht nur gut schmeckt sondern dass ihr Kaffee nicht nur gut schmeckt, sondern auch unter vernünftigen Bedingungen hergestellt wird.

Der gemeinsame Kodex für den Kaffeesektor (Common Code for the Coffee Community) beinhaltet grundlegende soziale, ökologische und wirtschaftliche Standards für mehr Nachhaltigkeit bei Anbau, Verarbeitung und Handel von Rohkaffee. Durch den freiwilligen Verhaltenskodex sollen bessere Lebensbedingungen für die Produzenten, Umweltschutz und effizienteres Wirtschaften erreicht werden.

Umfassende Richtlinien
Das heißt etwa eine bessere Unterbringung der Saisonarbeiter, Zugang zu Schulbildung und Gesundheitsversorgung, umweltschonende Verwendung von Agrarchemikalien, besserer Umgang mit Abwässern und Schutz des tropischen Regenwaldes. Die Richtlinien umfassen den gesamten Kaffeesektor, Kleinproduzenten und Plantagenarbeiter ebenso wie Handel und Industrie.

Globaler Kodex
Die vorliegende Fassung des Kaffeekodex geht nun in die Umsetzungsphase. Pilothaft wird der Verhaltenskodex jetzt weltweit in den Kaffeeregionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas angewendet. In Ländern wie Äthiopien, Uganda, Vietnam und El Salvador setzen Projekte diesen bereits um. (red)