Kurzinterview mit Winzertochter Elisabeth Pfaffl über DAC, Vetliner & Co

Sie gelten als der „Erfinder“ des DAC. Wie sehr hat diese Dachmarke Ihre Arbeit und den Absatz verändert?

Das Weinviertel DAC - Konzept wurde von Anfang an begeistert aufgenommen und zwar sowohl bei den Konsumenten als auch bei den Winzern selbst. Das Image des Weinviertels konnte deutlich gehoben werden, der Absatz konnte gesteigert werden, nicht nur bei den DAC-Weinen sondern auch bei den anderen Sorten. Aber natürlich gibt es noch viel für die Zukunft zu tun...

Welcher ist Ihr Paradewein? Können Sie ihn unseren Lesern bitte näher beschreiben?

Unsere Leitsorte ist der Grüne Veltliner, eine typisch österreichische Sorte. Wir bauen den Grünen Veltliner in verschiedenen Stilrichtungen aus, vom leichten, sehr würzigen Grünen Veltliner, bis zum kräftigen, Barrique-ausgebauten Powerwein. Unser Paradewein ist sicherlich unser Hundsleiten/Sandtal, ein kräftiger Grüner Veltliner mit sehr typischem Pfefferl. Die Arbeit auf der Ried Hundsleiten ist zwar wegen der Steilheit dieser steinigen Lage hart (”hundsn”), aber die über 30 Jahre alten Reben danken es mit besonders extrakt-reichen Weinen.

Welche Rebsorten wollen Sie in Zukunft verstärkt anbauen?

Wir setzen vor allem auf regional-typische Rebsorten, allen voran auf Grünen Veltliner.

Welche Vertriebswege beschreiten Sie, wie viel wird exportiert, wie viel geht an Endverbraucher/Gastronomie/Handel?

Wir verkaufen unsere Weine sowohl an den Handel, die Gastronomie als auch an Endverbraucher über unseren Ab Hof-Verkauf. Der Exportanteil beträgt ca. 50% unsere Hauptmärkte sind vor allem Deutschland, die BENELUX-Länder, Schweiz, USA und Kanada.

Welchen Wein würden Sie am Abend am liebsten trinken, wenn es gerade kein eigener sein soll?

Unsere ganze Familie ist vernarrt in Wein, sodaß wir sehr oft die unterschiedlichsten Weine aus dem In- und Ausland verkosten. Dies ist höchst interessant und auch sehr wichtig um am Laufenden zu bleiben.