Zwei Mal pro Woche: Junge Europäer
trinken seltener Alkohol als ältere Menschen

Junge Europäer trinken seltener Alkohol als ältere Menschen, dafür konsumieren sie dann aber auch gleich mehr auf einmal. Knapp ein Drittel der zwischen 15 und 24 Jahre alten Befragten erklärten bei einer Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission, mindestens zwei Mal pro Woche Alkohol zu trinken. In Österreich konsumiert ein Viertel der Bevölkerung mehrmals pro Woche alkoholische Getränke.

Über 55-jährige Europäer trinken zwar häufiger Alkohol als die junge Bevölkerung, die Mehrheit belässt es allerdings bei ein, maximal zwei Gläsern. 58 Prozent konsumierten zwei Mal in der Woche, ein Viertel sogar täglich Bier, Wein oder Spirituosen. Jüngere Befragte und Studenten neigen hingegen zu größeren Mengen - drei bis vier oder mehr Gläser. An der Umfrage hatten sich 28.500 Bürger aus 27 Mitgliedstaaten, Kroatien und Nordzypern beteiligt.

In Österreich wird nach Spanien am häufigsten Alkohol getrunken. 24 Prozent konsumierten in den vergangenen zwölf Monaten mehrmals pro Woche Bier, Wein und Co. Je 20 Prozent griffen ein Mal in der Woche oder nie zu Alkohol. 17 bzw. 18 Prozent tranken ein Mal im Monat oder weniger. Noch durstiger sind nur die Spanier, bei denen ebenfalls der Großteil (28 Prozent) mehrmals pro Woche Bier, Wein oder Spirituosen genoss.

Bei der Intensität des Trinkens zeigten sich je nach Land große Unterschiede: So trinkt von den 56 Prozent Alkoholkonsumenten in Portugal fast jeder zweite (47 Prozent) täglich alkoholische Getränke, dann allerdings normalerweise nur ein Glas (69 Prozent). Dagegen konsumieren die meisten Iren (60 Prozent) maximal ein Mal wöchentlich Alkohol. 36 Prozent nehmen dann gleich drei bis vier Gläser zu sich und weitere 34 Prozent fünf oder mehr. In Österreich genießt der Großteil (61 Prozent) ein bis zwei Drinks. Europäische Frauen trinken laut Studie weniger als Männer, von denen 53 Prozent durchschnittlich mindestens zwei Mal wöchentlich Alkohol zu sich nahmen. Bei den Frauen waren es nur 34 Prozent. (APA/red)