
Wie das Slow-Travel-Projekt Alpe-Adria Kärnten und Friaul-Julisch Venetien über ihre kulinarischen Traditionen verbindet.
Im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien wird Reisen zum Genuss – langsam, mit dem Rad, dem Zug oder öffentlichen Verkehrsmitteln, und immer entlang der kulinarischen Besonderheiten der Region. Das ist die Idee von Slow Travel & Taste Alpe-Adria, einem Interreg-Projekt, das Kärnten und Friaul-Julisch Venetien über Klagenfurt und Zentralkärnten miteinander verbindet.
Zwei sehr unterschiedliche Landschaften, eine gemeinsame Leidenschaft für gute Küche: Auf Kärntner Seite prägen alpine Almen, klare Seen und Flüsse die Produktion – von zartem Saibling und Forelle über würzigen Speck bis zum deftigen Ritschert und den traditionellen Kasnudeln. Zum Ausklang darf der süße Kärntner Reindling nicht fehlen.
Ergänzt wird dieses Bild durch die Kärntner Weinbautradition, die vor allem für frische, fruchtbetonte Weißweine mit angenehmer Säure bekannt ist, sowie durch kaltgepresste Öle aus Kürbiskernen, Walnüssen oder Leinsamen, die vielen Gerichten ihre charakteristische Note verleihen. Wer es hochprozentiger mag, findet in den Kärntner Edelbränden – von klassischen Obstbränden bis zum würzigen Zirbenschnaps – die passende Abrundung eines Menüs, das ganz aus der Region kommt.
Auf italienischer Seite erzählt Friaul-Julisch Venetien von Bergen, Weinhügeln und der Adriaküste: gereifter Montasio-Käse, feiner Prosciutto di San Daniele, herzhafter Frico und gefüllte Cjarsons stehen für eine Küche voller Kontraste – begleitet von autochthonen Weinen wie Friulano oder Ribolla Gialla.
Das Fahrrad wird dabei zum Reisebegleiter: Entlang des Alpe Adria Radwegs und der Ciclovia Alpe Adria führt die Strecke zu Produzenten, Weinkellereien und Almhütten. Sie macht genussvolle Zwischenstopps möglich und verbindet Landschaft, Menschen und Geschmack. So wird die Straße selbst zum Teil der Reise und lädt dazu ein, beide Regionen mit allen Sinnen zu entdecken.
Wer der Wein- und Genussstraße Friaul-Julisch Venetiens folgt, erlebt diese Vielfalt hautnah: sechs Wegabschnitte führen von den Bergen über die Weinbauhügel und die Ebene bis zum Karst und an die Adriaküste – mit Zwischenstopps bei Winzern und Erzeugern, die Wein und regionale Spezialitäten unmittelbar erlebbar machen. So wird jede Etappe zu einer eigenen Geschmacksreise durch eine Region, die auf kleinem Raum eine erstaunliche kulinarische Bandbreite vereint.
Das Projekt SLOW AA wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms INTERREG VI-A Italien–Österreich kofinanziert.











